Vom Luxus, keine Meinung zu haben

Wenn ich Diskussionen verfolge, habe ich oft das Gefühl, die Leute, die da diskutieren, hätten den Durchblick, eine Überzeugung, eine feste Meinung, ein festes Weltbild und einfach verstanden, wie die Welt funktioniert. Oder sie haben sich damit abgefunden. Keine Ahnung, wie man so was schafft, aber ich bewundere solche Leute. Ich wäre auch gern jemand mit festem Weltbild, der weiß, “wie der Hase läuft”. Aber das bin ich nicht. Ich bin das genaue Gegenteil davon: Ich habe überhaupt nicht verstanden, wie der Hase angeblich läuft.

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Never fuck with the Germans

Ein amerikanischer Tourist wurde von einem - schätzungsweise - Einheimischen verprügelt, da er betrunken in Dresden den Hitlergruß entbot. Auch wenn ich Gewalt eigentlich ablehne, muss ich gestehen, dass sich mein Mitleid in Grenzen hält. Scheint übrigens gang und gäbe zu sein, als Tourist in Deutschland die Funktionstüchtigkeit des rechten Armes zu überpüfen. Irgendwie überwiegt bei mir schändlicherweise das Gefühl, dass “das richtige Signal” in die Welt gesendet wurde (die verlinkten Artikel führen zur Washington Post).

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Die Nation, das komische Tier

Der Nationalismus ist ein komisches Tier: Zunächst wollte ihn niemand, dann schien er zu funktionieren (oder zumindest nicht schädlich zu sein), dann wurde er faschistisch und heute? Keine Ahnung. Irgendwie scheint er mehr im Weg zu stehen als dass er für irgendwas nützt. Für mich ist der Begriff ganz klar negativ konnotiert, dabei ist der Begriff der Nationalität doch zunächst nichts anderes als ein ganz simpler Fakt. Eine Eintragung im Ausweis, die mich als Angehöriger eines Staates ausweist. Oder etwa nicht?

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Berliner AfD liest "Die Melone"

Die Berliner AfD will Extremismus jeglicher Art nicht mehr bekämpfen (das Thema hatte ich hier auch schon mal). Auch wenn das eigentlich genau andersherum in deren Wahlprogramm steht:

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Gruppendynamiken

Gestern schrieb ich:

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Hilfe, die ... sterben aus!

Die Zahl der Muslime in Österreich hat sich in wenigen Jahren verdoppelt und wird weiter steigen. Experten haben vier verschiedene Szenarien erstellt, wie das Land in 30 Jahren aussehen könnte.

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Das eigentliche Problem

Es gibt angeblich viele Ursachen für Rechtsextremismus: Soziale Benachteiligung, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, ein Gefühl des Abgehängtseins, Langeweile, Gewaltgeilheit, Provokation usw. Das eigentliche Problem fällt aber unter “Den Wald vor Bäumen nicht sehen”: Die eigentliche Frage, die niemand stellt, ist nämlich: Warum werden die Leute ausgerechnet rechts?

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Der "Standort Deutschland" oder: Deutscher Arbeiter, lass dich nicht verarschen!

“Standort Deutschland”. Wieder so ein Begriff, der mich schon lange verfolgt. Der mulmige Gefühle auslöst, wo es jedoch schwer ist, diese in Worte zu fassen. Jetzt habe ich das offizielle Wort dafür gefunden: Standortnationalismus. Ein Begriff, der laut Wikipedia auf den deutschen Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge zurückgeht. Christoph Butterwegge war mir schon von den Nachdenkseiten ein Begriff. Was ist also das Schlimme daran, wenn vom “Standort Deutschland” gesprochen wird?

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Antisemitismus

In den Büchern, die ich so lese, ist immer die Rede davon, dass Rechtsextremismus mit Antisemitismus einher gehen würde. Ich stelle fest: Für mich ist Antisemitismus ein blinder Fleck. Tut mir leid, das schreiben zu müssen. Wahrscheinlich bin ich einfach nur blind, was das Thema angeht. Oder es hängt damit zusammen, dass ich laut Antisemitismus-Test selbst Jude bin. Oder es wird irgendwie verschwiegen. (Vorsicht: Verschwörungstheorie!)

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Jede Form von Extremismus bekämpfen?

Gerade die “christlichenParteien neigen bei der Erwähnung rechtsextremer Vorkommnisse dazu, gebetsmühlenartig darauf hinzuweisen, dass man jede Form von Extremismus bekämpfen müsse. Dabei sollte ein kurzer Blick auf die Zahlen verdeutlichen, dass wir lieber erst einmal den Rechtsextremismus bekämpfen sollten:

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Das Festival der Unkulturen

Ich bin grad so voller Input, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. So viele Themen gehen mir durch den Kopf, hier mal eine unverbindliche Liste mit möglichen Themen, welche ich vielleicht, möglicherweise, irgendwann mal aufgreifen werde:

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Es sind schon ganz andere Neonazis geworden

So, ich habe fleißig weitergelesen und Aussteiger und “Ich war ein Neonazi” (keine eigene Seite auf der Webseite des Autors) durch. Aktuell lese ich Im Griff der rechten Szene. Was habe ich gelernt? Zeit für ein kurzes Resümee:

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Wie man die Wahrheit zur Bombe macht

So lese ich mich momentan also durch das Schrödersche Gesamtwerk zum Thema Rechtsextremisus. Nachdem ich gestern in einem Zug Nazis sind Pop runtergelesen habe, habe ich heute Morgen mit Die Aussteiger begonnen. Hierin beschreibt Burkhard Schröder den Werdegang der ausgestiegenen einflussreichen Neonazis Ingo Hasselbach, Detlef Nolde, Danny Thüring und Michael Petri. Ich habe zwar erst wenige Seiten der Biographie Hasselbachs gelesen, aber schon sprang es mich an:

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How to win the "Kampf gegen Rechts" as a bad guy

Hier mal was über ‘nen Nazi-Aussteiger:

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Der Kampf für Rechts

Der Spiegel hat also mehr oder weniger heimlich ein Buch aus seiner Bestsellerliste entfernt. Das Buch sei antisemitisch und voller rechter Verschwörungstheorien. Nachdem man sich zuerst darüber wunderte, wie dieses Buch überhaupt in die Spiegel-Bestsellerliste rutschte - dies ist nur über durch eine Jury zu vergebende Punkte möglich -, klärte sich die Sache dann dadurch auf, dass eines der Jurymitglieder alle seine zwanzig Punkte auf dieses eine Buch verteilte. Es wollte damit eine Diskussion anstoßen, da ihm jeder einzelne Satz des Werkes diskussionswürdig schien. Um diese Diskussion dann doch nicht führen zu müssen, ist es anschließend aus der Jury “ausgetreten”. Passt ja wieder wie Arsch auf Eimer.

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